Wir über uns!
Wo kommen wir her:
Vorgänger der Gruppierung „Alternative Metaller“ war die „Initiative für Persönlichkeitswahl“ aus dem Jahr 1989 mit 9 Mitgliedern. Diese hatte sich zum Ziel gesetzt für die Betriebsratswahl 1990 die Persönlichkeitswahl bei der Daimler-Benz AG Werk Kassel zu erreichen. Vorausgegangen war eine massive Kritik an der Politik des damaligen Betriebsrates.
Diese Politik war geprägt durch Duldung von Abbau der Arbeitnehmerstandards.
Leider ist trotz zahlreicher Unterstützung aus der Belegschaft die Persönlichkeitswahl an der damaligen ablehnenden Haltung des Christlichen Metallarbeiter Verbandes (CMV) gescheitert.
Die IG Metall hatte sich zwar offiziell für Persönlichkeitswahl ausgesprochen sich aber nicht mit dem nötigen Nachdruck dafür eingesetzt. So wurde zu Beispiel die „Initiative für Persönlichkeitswahl“ trotz schriftlicher Aufforderung nicht in die gemeinsamen Abstimmungsgespräche der bekannten Wahlbewerber eingeladen.
Zudem wurden die Mitglieder der Initiative für Persönlichkeitswahl (alles IGM Mitglieder) wegen der am 3 Oktober 1989 im IGM -Vertrauenskörper verteilten Erklärung („Für Persönlichkeitswahl und eine konsequente Betriebsratspolitik“) von allen gewerkschaftlichen Aktivitäten/Sitzungen des IG-Metall -Vertrauenskörpers im Betrieb ausgeschlossen.
Dies obwohl wir mit einer weiteren Erklärung vom 26 Oktober 1989 unsere Erklärung vom 3 Oktober wegen Erledigung (Anstreben der Persönlichkeitswahl seitens der IG Metall) zurückgezogen haben. Die inhaltliche Kritik an der Arbeit des damaligen BR wurde jedoch aufrecht erhalten.
Vor diesem Hintergrund war es für uns nicht mehr möglich auf dem IG Metall Listenvorschlag zu kandieren. An gleiche und unbeeinflußbare Wahlchancen innerhalb des IG -Metall -Vertrauenskörper war nicht mehr zu denken.
Mandate:
Daraufhin und auf Grund der Tatsache, dass die Persönlichkeitswahl endgültig gescheitert war haben die Mitglieder der Initiative für Persönlichkeitswahl das erste mal eigenständig unter dem Listennamen „Alternative Metaller“ zur Betriebsratswahl 1990 kandidiert und sind mit 4 Mandaten = 17 % in den Betriebsrat eingezogen.
Seit dieser Zeit sind wir als Alternative Metaller im Betriebsrat DaimlerChrysler vertreten und geben eine Betriebszeitung unter dem Namen „Nachrichten vom Mercedesplatz“ heraus.
Bei der Wahl 1994 (Listenwahl) erzielten wir 9 Mandate = 39 %. Wobei wir im laufe der Legislaturperiode 3 Mitglieder durch Übertritte in die offizielle IG Metall-Liste und 1 Mitglied durch Rentenabgang verloren haben.
Bei der Wahl 1998 (Persönlichkeitswahl) erzielten wir 5 Mandate = 22 %
Bei der Wahl 2002 (Listenwahl) erzielten wir wiederum 5 Mandate = 22 %.
Bei der Wahl 2006 (Persönlichkeitswahl) erzielten wir 6 Mandate = 26 %
BR Wahl 2006
Mandatsgewinn für die „AlternativeMetaller“!
Bei der am 16. und 17. März 2006 stattgefundenen Betriebsratswahl im DaimlerChrysler Werk Kassel (23 Mandate) haben die Alternativen Metaller die Anzahl ihrer Mandate von 5 auf 6 erhöht. Hiervon ziehen neue 3 Kandidaten/tin das erste Mal in den Betriebsrat ein.
Zwei langjährige Gründungsmitglieder haben aus Altersgründen nicht mehr kandidiert.
Die diesjährige Betriebsratswahl wurde in Form einer Persönlichkeitswahl durchgeführt.
Der Spitzenkandidat der „AlternativeMetaller“ Vincenzo Sicilia hat mit 1201 Stimmen die meisten Stimmen der Wahl erhalten und damit den amtierenden Betriebsratsvorsitzenden (IG Metall) mit 1067 Stimmen auf Platz 2 gerückt.
Die ersten 5 Nachrückerplätze (Ersatzmitglieder) für den Betriebsrat sind alle mit den Mandaten der „AlternativeMetaller“ belegt.
Als BR-Mitglieder gewählt wurden: Vincenzo Sicilia Ersatzmitglieder sind: Michael Renner
Erich Bauer Enrico Steuernagel
Nicole Welke Erich Behrend
Erich Hoppe Michael Fuchs
Klaus Cornelius Helmut Röse
Werner Hellwig
Ausschlussverfahren:
1990 wurden wir wegen der Kandidatur auf einer eigenen konkurrierten Liste aus der IG Metall ausgeschlossen bzw. haben Funktionsverbot erhalten.
1993 wurden wir wieder wegen eines für uns positiven Gerichtsurteils durch mehrere Instanzen bis hin zum Bundesgerichtshof in die IG Metall aufgenommen Die IG Metall ist jedoch noch vors Bundesverfassungsgericht gegangen und hat letztendlich 1999 in der Sache recht bekommen eigene Mitlieder auf konkurrierenden Listen zur Betriebsratswahl ausschließen zu können.
Im Dezember 2002 wurden alle Alternativen Metaller aus der IG Metall ausgeschlossen.
Begründung: „Sie haben auf der Liste „Alternative Metaller“ kandidiert, somit die Persönlichkeitswahl verhindert und sich damit gewerkschaftsschädigend verhalten“.
Hier ist festzustellen: Wir haben keine Persönlichkeitswahl verhindert.
Gegen den Ausschluss, insbesondere gegen diese falsche Begründung, haben wir beim IG Metall Kontrollausschuss und Beirat Beschwerde eingelegt.
Diese Beschwerden wurden mit formalen Gründen abgelehnt: Die Verfahrensabläufe seien eingehalten worden. Wörtlich: „Der Kontrollausschuss hat also keine inhaltliche Bewertung der Entscheidung der Untersuchungskommission bzw. des Vorstandes vorzunehmen“.
Den nun möglichen Rechtsweg vor Gericht haben wir nicht eingeschlagen. Es war uns einfach zu blöd, dann im nachhinein, mit einer anderen Begründung, erneut ausgeschlossen zu werden.
Zur Aufklärung:
Im Vorfeld der Wahl haben wir eine schriftliche Vereinbarung, mit der betrieblichen IG Metall -Leitung, über die gemeinsame Durchführung von Persönlichkeitswahl, mittels einer für alle Werksangehörigen offenen Betriebsliste, getroffen. Das erstellen von eigenen „Sicherheitslisten“ für den Fall des Scheiterns blieb von der Vereinbarung unberührt.
Gescheitert ist die Persönlichkeitswahl an der Zweiergruppe „METALLER FÜR ALLE“. Diese hatte eine eigene Liste beim Wahlvorstand eingereicht und damit die offene Betriebsliste gegenstandslos gemacht.
Das einreichen der Sicherungslisten war damit nur die logische Folge und vertragskonform mit der betrieblichen IG Metall
Wer wir sind:
Wir AlternativeMetaller sind bekennende Gewerkschafter ohne dass wir Mitglieder der IG -Metall sind. Wie unserer Name schon sagt, wollen wir eine Alternative zur Politik der offiziellen IG Metall Betriebsratsmehrheitsfraktion bieten. Diese Politik ist geprägt durch Co -Management und der widerstandslosen Hinnahme von ständigen Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen im Betrieb.
Was wollen wir:
Wir sind der Auffassung, dass gerade heute kritische Haltungen, alternative Vorschläge und eine unabhängige, an den Interessen der Belegschaft orientierte Politik unabdingbar ist. Wir schöpfen unsere Kompetenz nicht aus uns selbst sondern aus den Beratungen mit den Kollegen. Dieses hat sich in vielen Fragen und Problemstellungen bewährt. Nur gemeinsam mit der Belegschaft lässt sich die Zukunft im positiven Sinn der Arbeitnehmer gestalten. Dabei ist die Zusammenarbeit mit der IG-Metall als Gewerkschaft und dem IG –Metall -Vertrauenskörper zumindest für uns selbstverständlich.
Weiterhin treten wir ein:
· Fortsetzung der offenen Informationspolitik
· Beteiligung, ständiger Meinungsaustausch und Beratung mit den Kollegen
· Konsequente und sachkundige Vertretung der Belegschaftsinteressen
· Verhandlungsspielräume maximal nutzen und ausbauen
· Weltweite Kontakte nutzen und ausbauen
· Verzicht auf Privilegien
· Weiteres eintreten für die Persönlichkeitswahl
Unsere Mitglieder sind:
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Erich |
Bauer |
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Erich |
Behrend |
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Klaus |
Cornelius |
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Stefan |
Engelbrecht |
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Michael |
Fuchs |
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Werner |
Hellwig |
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Erich |
Hoppe |
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Thomas |
Müller |
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Udo |
Pusceddo |
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Michael |
Renner |
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Helmut |
Röse |
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Jörg |
Schmeißing |
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Vincenzo |
Sicilia |
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Enrico |
Steuernagel |
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Nicole |
Welke |
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e-mail: redaktion@alternativemetaller.de
Telefon: 0561/ 802 3220
Fax/PC: 0721 151 376 034
Handy:
homepage: www.alternativemetaller.de
Postanschrift: AlternativeMetaller
Daimler AG Betriebsrat
z.H. Vincenzo Sicilia
Mercedesplatz 1
34112 Kassel
HPC: 350A
Treffpunkte:
So genanntes Herbergstreffen, jeden 1. Sonntag im Monat (außer in den Schulferien), 9.00 UHR, Jugendherberge Kassel, Tannenwäldchen. Offen für alle Sympathisanten.